Sehr geehrte Eltern, liebe Kinder,

aufgrund vermehrter Berichte in den Medien über Probleme beim Heranwachsen von Kindern bieten einige Krankenkassen zusätzliche Kindervorsorgeuntersuchungen an. Völlig unverständlicherweise sollen diese Untersuchungen praktisch nur von Kinderärzten durchgeführt werden dürfen. Da wir auch in Zukunft das Beste für Ihr Kind wollen, geben wir Ihnen nachfolgende wichtige Informationen zu diesen zusätzlichen Untersuchungen.

Untersuchungsschwerpunkte

Allergische Erkrankungen (z.B. Neurodermitis, Heuschnupfen, Asthma), Fehlernährung mit Übergewicht, Untersuchungen der Motorik und des Bewegungsapparates, Fehlverhaltensweisen wie z.B. übermäßiger Fernseh- oder Computerkonsum, psychische Fehlentwicklung durch das jeweilige Umfeld (Kindergarten, Schule, Pubertät, Familie).

Qualifikation des Hausarztes

In der politischen Öffentlichkeit und – völlig unverständlich – bei den Krankenkassen ist nicht bekannt, dass zu Studium und Ausbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin/Familienmedizin auch große Bereiche der Kinderheilkunde gehören, insbesondere die Kinderkrankheiten, Impfungen, Infektionskrankheiten, Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Asthma verschiedener Ursachen, Erkrankungen des Bewegungsapparates, Stoffwechselstörungen, psychische Fehlentwicklung, ADHS (Aufmerksamkeitsdefizt-Hyperaktivitäts-Syndrom), alle Kinder- und Jugendvorsorgeuntersuchungen u.a.m.

Was am besten der Hausarzt weiß

Für eine optimale Früherkennung/Vorsorge ist eine umfassende Kenntnis der Anlagen des Kindes von den Eltern bis zu den Großeltern, der vergangenen und aktuellen Entwicklung in der Familie sowie des Umfeldes/der Umwelt beim Aufwachsen des Kindes unerlässlich. Das ist entscheidend für die Früherkennung und Vermeidung sowohl von körperlichen als auch psychischen Fehlentwicklung. Hierauf vertraut bereits jetzt die Mehrzahl der Eltern und auch der Jugendlichen bei den Hausärzten.

Wichtig, falls Vorsorgedurchführung beim Kinderarzt.

Insbesondere im Zusammenhang mit den Vorsorgeuntersuchungen U7a, U10, U11, J2 müssen Sie sich /Ihr Kind eventuell mindestens ein Jahr in einen besonderen Vertrag beim Kinderarzt einschreiben. In dieser Zeit dürfen wir Ihr Kind nicht behandeln und müssen Sie – von ernsthaften Notfällen abgesehen – abweisen. Weiterhin müssen sich die Kinderärzte im Zusammenhang mit diesen Vorsorgen manchmal auch zur Verschreibung besonders niedrigpreisiger Arzneimitteln und zur Einsparung bei Krankengymnastik, Ergotherapie und Logopädie verpflichten und erhalten im Gegensatz mehr Honorar.

Das lehnen wir Hausärzte ganz entschieden ab!

Wir Hausärzte helfen gerne weiter!

Gern informieren wir Sie, welche besonderen Kindervorsorgeuntersuchungen Ihre Krankenkasse anbietet. Wir bieten Ihnen an, diese Untersuchungen mit einem entsprechenden Inhalt bei Ihrem Kind durchzuführen. Da die Krankenkassen diese Untersuchungen gesondert bezahlen (auch bei den Kinderärzten), stellen wir Ihnen dafür eine Rechnung aus, die Sie bei Ihrer Krankenkasse bitte zur Erstattung einreichen.